Pädagogische Überzeugung:
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Entwicklung: Orientierung am kognitiven, affektiven und sozialen Prozess
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Ziel: kreative Nutzung des personalen Potenzials
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Lernorientierung – Anwenden und Ausüben der Kompetenz.
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Betonen der Alltagsnähe und des Lebensweltbezugs.
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Lernen ist adaptiv, individuell und situiert.
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Dynamische Auffassung von Lernfähigkeit, d.h. Lernfähigkeit ist angeboren – Lernentwicklung ist unterschiedlich.
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Pädagogische Überzeugung:
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Ökonomisch auf ein Produkt hin orientiert – Produkt: materieller Art, dachspezifisches Wissen, Prinzipien und Regeln.
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Leistungsorientiert – Erwerb spezialisierter Fähigkeiten und Vorgehensweisen/Verfahren.
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Betonen der Wissenschaftsorientierung.
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Lernen ist linear und sach-systematisch.
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Statische Auffassung von Lernfähigkeit, d.h. Lernfähigkeit ist ein stabiles Merkmal und nicht alle können alles.
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Unterricht:
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Autonomie und Kompetenz der Lehrperson:
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Relative professionelle Autonomie der Lehrperson mit Handlungs- und Entscheidungsspielräumen wird benötigt.
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Pädagogische Praxis ist weniger geeignet für externe Evaluation.
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Implizit entwickeltes Curriculum: Pädagogische Ressourcen wie Curriculum, Lehrmittel, Unterrichts-Routinen in der pädagogischen Arbeit mit den Lernenden prozesshaft (weiter)entwickelt.
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Lehrperson im Hintergrund: Rolle der Lernberatung.
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Kontrollverantwortung wird verhandelt.
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Professionelles Handeln der Lehrperson: (fachbezogene) Lerndiagnose aufgrund der Lernergebnisse eine – Fördern des nächsten Schrittes der Kompetenzentwicklung.
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Autonomie und Kompetenz der Lehrperson:
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Autonomie der Lehrperson ist eingeschränkt
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Pädagogische Praxis ist angewiesen auf externe Regulatorien.
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Explizit ausgewiesenes Curriculum: Pädagogische Ressourcen wie Curriculum, Lehrmittel, Unterrichts-Routinen liegen explizit vor.
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Lehrperson im Vordergrund: Rolle der Vermittlung und Präsentation entlang des Curriculums.
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Lehrperson ist massgebende Kontrollinstanz.
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Professionelles Handeln der Lehrperson: Bewertungsformen und Bewertungsprozeduren sinnvoll anwenden.
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Pädagogischer Raum:
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Überall.
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Schwache Strukturierung des pädagogischen Raums. – Pädagogische Räume sind offen – Grenzen zwischen unterschiedlichen Räumen sind aufgehoben, unscharf.
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Es fehlen Regulatorien, die den Zugang und die Bewegungen der Lernenden einschränken – grosse Bewegungsfreiheit. – Regeln sind implizit.
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Lernende haben grosse Gestaltungsmöglichkeiten, ihren eigenen pädagogischen Raum einzurichten.
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Pädagogischer Raum:
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Markierte Lernräume.
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Pädagogische Räume sind klar voneinander abgegrenzt.
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Kriterien für den Zugang und eine angemessene Nutzung des Raums sind explizit und genau festgelegt. – Regeln sind explizit.
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Lernende haben kaum Gestaltungsmöglichkeiten, um in diesen Räumen ihren eigenen pädagogischen Raum einzurichten.
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Zeit:
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Fokus liegt auf der Gegenwart: Lernbedürfnisse und Lern-Notwendigkeiten bestimmen das Zeitbudget. – Bedeutungsvoll für Lernende ist, was sie im Hier und Jetzt lernen können.
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Zeitplanung ist rollend, nicht fein durchstrukturiert. – Individuelle Gestaltung der Lernzeit in Abhängigkeit des Inhalts und der Lernbedürfnisse
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--- Selbststeuerung.
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Zeit:
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Kontrolle:
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Selbstkontrolle. - Aushandeln der Kontrollverantwortung.
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Regeln sind implizit.
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Möglichkeiten der Selbstbestimmung für die Lernenden. – Mitverantwortung der Lernenden.
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Kontrolle über die Auswahl der Inhalte, die Reihenfolge der Lernschritte, das Anforderungsniveau ist bei den Lernenden.
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Diskursive Auseinandersetzung fokussiert auf Absichten, Dispositionen, Beziehungen, metakognitive Elemente.
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Kontrolle:
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Fremdkontrolle: Hierarchische Kontrolle, Lehrperson ist massgebende Kontrollinstanz.
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Regeln sind explizit.
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Dominanz der Fremdbestimmung. – Lernende sind eingebettet in ein disziplinierendes Regelwerk --- Abweichungen sind sofort sichtbar.
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Wenig Kontrolle über die Auswahl der Inhalte, die Reihenfolge der Lernschritte, das Anforderungsniveau bei den Lernenden.
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Gebrauch von personalisierten Formen der Kontrolle und der Führung als wenig taugliche Option.
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Fokus auf das, was Lernende können, auf die individuellen personalen Fähigkeiten.
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Empowerment: Lernenden die eigenen Stärken bewusst machen.
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Beurteilungskriterien sind implizit: für den instruktionalen Teil (das WAS) eher diffus und implizit, für den regulativen Teil (das WIE) eher explizit und bewusst.
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Selbst- und Fremdbeurteilung.
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Fokus auf einen fehlerfrei reproduzierten Output, auf die Fähigkeiten des Einzelnen am Abstand von der richtigen Lösung.
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Defizit-Modus: Lernende aufmerksam machen, unter welchen Bedingungen eine Leistung realisiert und anerkannt wird.
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Bewertungskriterien sind explizit und spezifisch: Fokus liegt auf dem, was am Produkt des Lernenden fehlt.
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Fremdbewertung.
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Formative Rückmeldung orientiert an sinnvollen pädagogischen Kriterien.
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Individualnorm und Sachnorm: Fokussierung auf Sache und individuelle Voraussetzungen führt zu einer wertschätzenden Anerkennung (motivationaler Aspekt). --- Lernende interpretieren die Rückmeldung als Unterstützung.
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Lernende brauchen eine differenzierte Mitteilung, was an der Leistung besonders gut war und welche Aspekte des Lösungsverhaltens zum Erfolg führten. – Bei Fehlern oder Misserfolg brauchen sie Kommentare, die den nächsten Lernschritt vorbereiten (ohne Präsentation der korrekten Lösung oder des korrekten Lösungsweges) und sicher keine entmutigenden Kommentare.
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Rückmeldung:
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Normative Rückmeldung als Information im Vergleich zu anderen Lernenden.
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Sozialnorm (und Sachnorm): Fokussierung auf den sozialen Vergleich führt dazu, dass die Aufmerksamkeit von der Aufgabe auf das Selbst des Lernenden geleitet wird, dass so das aufgaben-bezogene Lernen unterminiert wird.
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Für Lernende steht weniger die Kompetenzerweiterung im Vordergrund als das positive Abschneiden im Vergleich mit den anderen. – Leistungsorientierte Lernende wollen Rückmeldungen als normatives Feedback zur Bestätigung ihres Selbstbildes (kompetent erscheinen).
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