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Lernzeit gestalten - Lernen begleiten

Kategorie: Orientierungsmodell Lern- und Förderkreis

Meine Auseinandersetzung mit „Lernzeit“ wurde im Verlauf meiner Berufsbiografie immer bedeutungsvoller, je stärker ich in den Vordergrund rückte, dass es in Schule zentral um Lernen geht (und nicht um Unterricht). Lange drehten sich meine Fragen um guten Unterricht und ich fand die Antworten nicht wirklich, zu widersprüchlich empfand ich die Theorien; nur wenig zeigt sich als gesichert. Dann begann ich mich vermehrt mit Fragen einer förderlichen Lernumgebung zu beschäftigen, Lernen in den Vordergrund zu rücken. Der Lernkreis, in dem ich versuchte, die Dynamik eines individuellen Lernprozesses zu beschreiben, fand seine ersten Formen. Lernende gestalten – mit Unterstützung der Lehrpersonen – die zur Verfügung stehende Lernzeit. Lehrpersonen schaffen einen förderlichen Kontext und konzentrieren sich auf die Begleitung der Lernenden.

Im Gestalten der Lernzeit und dem Begleiten von Lernen geht es um die Hauptaufgaben von Lehrpersonen – das Unterstützen der individuellen Lernprozesse ihrer Schülerinnen und Schüler in der Lernphase. Die folgenden Anforderungssituationen beschreiben die jeweils wichtigen Aufgaben der Lehrperson im Lehr-Lern-Geschehen:

  • Lernen vorbereiten
  • Lernen initiieren
  • Lernumgebung anbieten
  • Orientierung ermöglichen
  •  Förderprozesse gestalten
  • Gelerntes sichern und bilanzieren
  • Orientierungsgespräche führen
  • Journal und Portfolio nutzen

Nach meiner Erfahrung finden im traditionellen Unterricht „Orientierung“ und „Ergebnissicherung“ kaum statt und die Lerndokumentation wird nach wie vor als traditionelle Heftführung verstanden. Deshalb gilt es ein besonderes Augenmerk auf diese Situationen zu legen.

Neben der funktionalen Aufgabenerfüllung ist auch die Rollengestaltung der Lehrenden von Bedeutung. Das Suchen und Finden einer Balance von Nähe und Distanz ist eine ständige Herausforderung in der Begegnung von Lehrpersonen mit Schülerinnen und Schülern. Zu viel Distanz kann zur Verantwortungslosigkeit führen, zu viel Nähe zu Überfürsorglichkeit oder sogar Übergriffigkeit. Für meine persönliche Auseinandersetzung mit diesen Ambivalenzen fand ich viele Anregungen im „Angebot-Nutzungs-Modell“ von Andreas Helmke.

Im Erfahrungsfeld (Zettelkasten) „Lernen und Lehren in Schulen“ gehe ich differenzierter und gründlicher auf Funktion/Aufgaben und Rollen von Lehrenden und Lernenden ein.

Begleiten von Lernen benötigt eine Form der Lerndokumentation (Journal, Portfolio …), wo Lernprozesse sichtbar gemacht werden für Lehrende und Lernende, wo zu Reflexion und Rückmeldung angeregt wird und wo sich nächste Lernschritte ableiten lassen. Im Fokus stehen dabei der individuelle Lernfortschritt, bezogen auf die Anforderungen und die individuelle Gestaltung des Lernprozesses. Teilnehmende Beobachtung und Rückmeldung sind die wichtigsten Aufgaben der Lehrperson.

 

 

 

Lernzeit

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