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... - ... - Planarbeit

Kategorie: Grundlagen Lernen und Lehren

Mein persönlicher Bezug zu „Planarbeit“

Planarbeit war für mich eines der wichtigen Elemente, um damit den Lehrplanvorgaben zu Fertigkeiten in verschiedenen Fächern einigermassen gerecht zu werden. Diese Planarbeit habe ich abgeleitet aus der Idee von Freinet, diesen Fertigkeitenerwerb zu individualisieren und so effizient durchzuführen, dass viel Zeit bleibt für Projekt-, Atelier- und Freiarbeit (= die wichtigen Dinge).

Funktion

Individueller Erwerb von Fertigkeiten – Lernprogramm für Einzel- und Partnerarbeit.

Grundsätze

  • Präsentationen von individuellen Vorgehensweisen und Lösungsmöglichkeiten, von Problemen, Unverständnis, Steckenbleiben … In jeder Präsentation steckt die Aufforderung zur Rückmeldung. Das ist auch der Ort, um vom Singulären zum Regulären zu kommen, indem sich Lehrende und Lernende verständigen auf „das richtige Vorgehen“, oder „die Erfüllungskriterien zur jeweiligen Fertigkeit“. Unterscheiden und Trennen von Lernzeit und thematischer Einheit, die in einer „Kernidee“ als Fertigkeit beschrieben werden kann.
  • Keine Einführung ins Thema, sondern erste Begegnungen und Auseinandersetzungen der Lernenden als Sammlung von singulären Gedanken, Bezügen und Erfahrungen im Journal und anschliessend im Plenum zum besseren Verständnis der Kernidee.
  • Klare Beschreibung der Anforderungen, die zu erfüllen sind; das heisst: der zu erwerbenden Fertigkeit als Ganzes (z. B.: auf einem Plakat), die im Laufe der Arbeit kontinuierlich differenziert wird – auch persönlich/individuell im Journal.
  • Der Plan ist strukturiert durch Aufträge (nicht durch Aufgabensammlungen oder Arbeitsblätter), an denen nur so lange und so viel gearbeitet wird, bis der individuelle Lerner diese Teilfertigkeit erfüllt (d. h.: kein Abarbeiten von Pflichtaufgaben).
  • Bei den Aufträgen ist das Unterscheiden von Lernaufgaben in Abgrenzung zu Leistungsaufgaben bedeutungsvoll. Lernaufgaben dienen der Gestaltung des Lernprozesses, Leistungsaufgaben dienen der Überprüfung des Leistungsstandes.
  • Regelmässiges Feedback zu den Lernergebnissen der Lerner (nicht nur Korrektur) durch Lehrpersonen und/oder Peers. Elaboriertes Feedback beinhaltet Hinweise zum aktuellen Lernstand bezüglich der Anforderungen, zur Lernprozessgestaltung, zu den nächsten möglichen Lernschritten und Vorgehensweisen. Journalarbeit ist also unverzichtbarer Bestandteil von Planarbeit.
  • Tandem ist fester Bestandteil des Arrangements in verschiedenen Spielformen: gleich oder ungleich bezüglich Leistungsvermögen, Arbeits-/Lerntempo, Lernvoraussetzungen, Geschlecht, Alter, Rolle in der Kooperation, Leistungsziel …
  • Gemeinsame Treffpunkte gehören zum Arrangement für Leistungssituation im gesamten Ablauf der Lerneinheiten.
  • Lernsituationen schaffen für fachliche und überfachliche Fertigkeiten.

Sackgasse

  • Verquickung oder Gleichsetzung von Planarbeit mit „Wochenplan“.
  • Aufgabenorientierung anstatt Orientierung am individuellen Lernfortschritt: Fokus auf „gemacht“ anstatt „gelernt“ oder Kontrolle der Arbeitsergebnisse anstatt Kontrolle des Lernfortschritts.
  • Korrektur anstatt (schriftliche) Rückmeldung.
  • Reproduktion des „Regulären“ ohne Bezug zum „Singulären“ der Lernenden – angelerntes „Reproduzieren“ anstatt „Verstehen“.
  • Für alle das Gleiche gleich anstatt das Gleiche verschieden (Pflichtprogramm für alle anstatt Aufträge mit Differenzierungsmöglichkeiten oder differenzierte Aufträge).
  • Gleichsetzen von Lernaufträgen und Leistungsaufträgen.
  • Arbeit mit Arbeitsblättern und Aufgabensammlungen.
  • Verzicht auf das Journal.
  • „Saubere Heftführung“ anstatt „Gestalten von Originalen“ (Lernen verdecken/verstecken anstatt Lernen sichtbar machen).
  • Quantität anstatt Qualität in der Lern-/Übungsphase.
  • Deckel auf den Anforderungen anstatt Anforderungen nach oben offen.
  • Ständige Einmischung der Lehrperson während der Arbeitsphase im Sinne von „Alle mal herhören!“
  • Arbeitslärm anstatt Flüsteratmosphäre.
  • Reine Konzentration auf „Fachliches“, ohne Berücksichtigung der im Kontext geforderten „überfachlichen Kompetenzen“ in Beobachtung, Beurteilung, Rückmeldung, Förderung. Und Leistungsüberprüfung.
  • Lernkompetenz voraussetzen, anstatt Trainingsmöglichkeiten und Reflexion anzubieten.

Planarbeit

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Planarbeit in Stichworten

Aufrufe : 30
Hinzugefügt-Datum: 29-06-2021
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Planarbeit_ Die Lernenden begleiten

Aufrufe : 62
Hinzugefügt-Datum: 29-06-2021

Planarbeit

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