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In der Ausbildung zum Lehrer

Kategorie: Blick auf mein Berufsleben
Meine Lehrerausbildung habe ich am Seminar Langenthal absolviert und 1969 abgeschlossen.
In meinem Lehrpatent für Primarschulen steht folgender Text: „Der Erziehungsdirektor des Kantons Bern beurkundet hiermit, dass Fritz Zaugg von Wyssachen, geboren 2. April 1949, das durch Gesetz und Reglement für die Patentprüfungen des Primarlehramtes vorgeschriebene Examen bestanden hat. Gestützt auf dieses Prüfungsergebnis und den Bericht der Prüfungskommission ist der Genannte an bernischen Primarschulen definitiv wählbar. Bern, den 29. März 1969, der Erziehungsdirektor“.
(Dabei ist noch zu bemerken, dass die bernischen Primarschulen 1. bis 9. Schuljahr umfassen; damals eine Lehrberechtigung für „Alleskönner“.)
Die Ausbildung war nach Abschluss der Allgemeinbildung sehr praxisorientiert. Ich war jede Woche einen Halbtag in der Übungsschule (Praxis unter Aufsicht der Lehrperson) und mehrmals in mehrwöchigen Praktika. Diese Praxisorientierung hat mir sehr entsprochen, der ganze schulische Kram machte mir zwar keine Mühe, aber auch keine Freude (mit Ausnahme von Mathe und Physik, wo ich auch Interesse hatte).
Die Inputs unseres Direktors in Pädagogik waren eher wirr, sich Notizen zu machen war anspruchsvoll und die am Anfang der nächsten Sequenz folgenden Abfragen waren Angst beladen, denn man wusste nie zum voraus, wen es treffen würde.
Die Inputs unseres Didaktikers waren nicht wirklich hilfreich. Ich muss ihm aber zugutehalten, dass er uns Literatur beschafft hat, die für mich in meiner Praxis sehr hilfreich war. Schon damals holte ich mir die meisten Anregungen für die Praxis aus der Fachliteratur.
Im letzten Quartal der Ausbildung hatte ich wegen akuten Lehrermangels einen Landeinsatz. Ich übernahm eine Klasse, für die keine ausgebildete Lehrperson gefunden werden konnte; das war ein Hardcore-Praktikum.